Automobilexperte Felix Naser

„Ich will Autos entwickeln, die immer sicher sind“

TUM Alumnus Felix Naser gründete noch als Student gemeinsam mit Professoren des MIT ein eigenes, millionenschweres Unternehmen. Heute arbeitet er bei BMW an intelligenten Fahrzeugen im Zukunftsfeld der urbanen Mobilität.

Dass es ihn nach dem Abitur in Richtung Technik, Mathematik und Informatik ziehen würde, war für den aus dem oberbayerischen Weilheim-Schongau stammenden Felix Naser klar. Er entschied sich für den dualen Bachelorstudiengang Fahrzeuginformatik an der Technischen Hochschule Ingolstadt und absolvierte den betrieblichen Teil beim Automobilhersteller BMW. Spätestens zu diesem Zeitpunkt entdeckte er seine Leidenschaft für innovative, intelligente Autos.

Felix Naser wollte sein Wissen vertiefen und im Bezug auf Forschung und Internationalität den nächsten Schritt gehen. Er entschied sich für einen Master in Automotive Software Engineering an der TUM. Fortan stand für ihn fest: Er wollte als Ingenieur die Mobilität der Zukunft aktiv mitgestalten, gerade im Bezug auf die vier Mega-Trends „Automated“, „Connected“, „Electric“ und „Shared Vehicles“.

Ausbildung für Zukunftsthemen

„Im Master Automotive Software Engineering an der TUM wurden wir ganz gezielt interdisziplinär ausgebildet, um die neuen Anforderungen an die Autos der Zukunft besser adressieren zu können“, beschreibt Felix Naser den Studiengang. Am renommierten Center for Digital Technology and Management (CDTM), einer Einrichtung von TUM und LMU, deren Schwerpunkt auf der Ausbildung von hochbegabten Studierenden und der Förderung von Unternehmertum liegt, lernte er inspirierende Menschen aus vielen verschiedenen Bereichen kennen. „Der enge Kontakt mit Start-ups und Gründern hat dazu beigetragen, dass ich neue Perspektiven bekam, eigene Ideen umzusetzen und Produkte mitzuentwickeln“, sagt er. „Der an der TUM gelebte unternehmerische Spirit und Antrieb, etwas für die Welt zu bewegen, waren gute Impulse.“

Der an der TUM gelebte unternehmerische Spirit und Antrieb, etwas für die Welt zu bewegen, waren gute Impulse.

Noch als Student gründete Felix Naser 2016 gemeinsam mit Professoren des MIT ein eigenes, Millionen schweres Unternehmen. Der dort entwickelte Prototyp eines selbstfahrenden Autos konnte schon kurz darauf auf dem Zero One Technology Festival in China öffentlich wirksam seine Premiere feiern. In der Zwischenzeit war Felix Naser für seine Masterarbeit ans MIT gegangen. Sein TUM-Professor Bernd Brügge hatte dies ermöglicht, indem er sich bereit erklärte, die bei ihm an der TUM begonnene ambitionierte Arbeit auch am MIT weiter zu betreuen. „Professor Brügge war ein prägender Mentor“, sagt Felix Naser dankbar. „Seine Unterstützung und Ratschläge waren sehr hilfreich für mich und meine Entscheidungen.“

Der Leidenschaft folgen und die Welt verändern

Kaum hatte Felix Naser seine Masterarbeit an der TUM abgeschlossen, startete er am MIT sein eigenes Forschungsprojekt. Schon 2018 konnten er und sein Team das erste Autonomous Vehicle vorstellen, das durch die Detektion von Schatten potentielle Kollisionen verhindern kann, noch bevor diese für den Fahrenden überhaupt sichtbar sind. 2019 schloss Felix Naser sein Masterstudium am MIT ab und ging nach München zurück und zu BMW.

Dort folgt er weiterhin seiner Leidenschaft und arbeitet im Zukunftsfeld der urbanen Mobilität. Felix Naser möchte hochautomatisierte, vernetzte und autonome Elektroautos mitentwickeln. Dabei möchte er auch Antworten auf moralische und gesellschaftliche Fragen finden, etwa nach den Sicherheitsanforderungen von selbstfahrenden Autos, oder nach deren Umgang mit Unfällen. „Was mich antreibt, ist, neue Technologien zu entwickeln, die dabei helfen, Autos immer sicher, komfortabler und umweltfreundlicher zu machen“, sagt der junge Visionär.