Mentorin Viktoria Leonhard

„Ich wollte der TUM etwas zurückzugeben“

TUM Alumna Viktoria Leonhard lässt keine Weiterbildung aus und ist stets auf der Suche nach neuen Projekten. Zweimal war sie als TUM-Mentorin tätig. Jüngst initiierte sie die Alumni-Gruppe Stuttgart. Und das alles neben ihrem Führungsposten bei der Allianz.

Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Viktoria Leonhard ist ein Energiebündel. Herausforderungen und neue Aufgaben sind ihr stets willkommen. „Ich bin ein sehr neugieriger Mensch und liebe Veränderung und Abwechslung“, sagt sie. „Langweilige Routinetätigkeiten, bei denen ich keine Freiräume habe, um etwas gestalten zu können, machen mir keinen Spaß.“ Bei aller Offenheit für Neues ist sie ihrem Arbeitgeber, der Allianz, nun schon seit zwölf Jahren treu. Seit acht Jahren besetzt sie Führungsposten, zunächst in München, dann in Frankfurt am Main, gegenwärtig in Stuttgart. Die Mutter von zwei kleinen Kindern ist für Frauen wahrlich ein Vorbild.

Die Freiräume genutzt

Der breitgefächerte Studienplan und die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten an der TUM kamen Viktoria Leonhard nur gelegen. Sie fand es toll, dass sie im Rahmen ihres Studiums der Technologie- und Managementorientierten Betriebswirtschaftslehre (TUM-BWL) das Nebenfach Chemie belegen und so beide Seiten, Wirtschaft und Technik, gleichzeitig abdecken konnte. Da sie zudem als Vertiefungsfach Human Resource Management gewählt hatte, stand ihr die Promotion am Lehrstuhl für Psychologie offen.

An der TUM hatte ich viele Freiräume, um mich zu entwickeln.

Schon während ihres Studiums arbeitete Viktoria Leonhard als Werkstudentin bei der Allianz. Dort erhob sie auch die Daten für ihre Doktorarbeit zum Thema „Motivationale Effekte von Unternehmensvisionen.“ „Es war mir sehr wichtig, von Anfang an meine theoretischen Kenntnisse mit praktischen Erfahrungen zu ergänzen“, sagt sie. „An der TUM hatte ich viele Freiräume, um mich zu entwickeln. Hier lernte ich, mich selbst zu organisieren und besser zu priorisieren.“

Heute selbst ein Vorbild

Diese und andere wichtige Zusatzqualifikationen erwarb Viktoria Leonhard auch gezielt im Rahmen der vielseitigen Weiterbildungsangebote der TUM. Sie besuchte zahlreiche Seminare der Carl-von-Linde-Akademie. Mit dem ehemaligen Vorstand eines Daxx-30-Unternehmens hatte sie einen beindruckenden Mentor im Rahmen des TUM Mentoring von Alumni für Studierende. „Mir wurde im Studium sehr viel geholfen und ich wollte der TUM etwas zurückzugeben“, sagt sie. „Das war meine Motivation dafür, dass ich mich selbst zweimal als Mentorin für die TUM zur Verfügung stellte.“

Wie damals ihr eigener Mentor, ist Viktoria Leonhard heute selbst eine gefragte Mentorin. Ihr Ansatz beim Mentoring ist Coaching. In einem kreativen und systematischen Prozess erarbeitet sie mit ihren Mentees berufliche Zukunftsvisionen. „Mit gut gestellten Fragen kann man die Mentees wunderbar zur Selbstreflexion anregen“, erklärt die Powerfrau. „Ich gebe aber auch gerne Tipps oder Ratschläge, wenn ich konkret gefragt werde.“

Lokales Netzwerk

In Workshops und in Seminaren hilft Viktoria Leonhard Menschen dabei, sich weiterzuentwickeln – ob dies Studierende, Promovierende oder Führungskräfte sind. Neben ihren vielfältigen Aufgaben wird sie dabei nicht müde, selbst neue Dinge zu lernen, neue Projekte zu initiieren und sich für die TUM zu engagieren. Im Zeitraum von 2016 bis 2020 ließ sie sich zum zertifizierten systemischen Coach ausbilden und zur Beraterin und Organisationsentwicklerin weiterbilden. Jüngst spezialisierte sie sich auf virtuelle Führung und Zusammenarbeit.

Mit TUM Alumnus Kai-Olaf Dammenhain initiierte Viktoria Leonhard im Herbst 2020 die TUM Alumni-Gruppe Stuttgart. „Mich motivieren Begegnungen mit Menschen und ich wollte etwas Neues gestalten“, sagt sie zu ihrem Antrieb. „Mit der Initiative Stuttgart wollen wir gezielt Alumni und Studierende im Großraum Stuttgart vernetzen.“ Von der TUM wurden sie hierbei von Anfang an unterstützt und waren beeindruckt davon, wie viele Alumni beim ersten virtuellen Treffen dabei waren. Das nächste Online-Event ist schon in Planung. „Ich freue mich jetzt schon riesig darauf“, sagt Viktoria Leonhard. „Und ich hoffe wieder auf eine rege Beteiligung.“