Mediziner-Ehepaar Inas Abdelaziz und Hossam Sherif

„Medizin ist unsere Leidenschaft“

Mit einem Postdoc-Stipendium konnten die TUM Forscher-Alumni Inas Abdelaziz und Hossam Sherif ihre Arbeiten an der TUM vorantreiben. Trotz großer kultureller Unterschiede hatten sie mit ihren deutschen Kollegen ein gemeinsames Ziel vor Augen: den Menschen zu helfen.

Schon im Kindesalter wollten Inas Abdelaziz und Hossam Sherif verstehen, wie der menschliche Körper funktioniert. „Von Anfang an war für uns klar, dass wir Medizin studieren wollten“, sagen beide. Hossam Sherif fügt hinzu: „Ich wollte schon immer an der medizinischen Fakultät arbeiten und Heilmethoden für schwere Krankheiten finden.“ In den 1980er Jahren begannen sie mit ihrem Medizinstudium an der Universität Kairo und lernten sich während ihres praktischen Jahres am Universitätsklinikum kennen. Nachdem sie ihren Master absolviert hatten, Hossam Sherif 1995 in Innerer Medizin und Inas Abdelaziz 1997 in Chemischer und Klinischer Pathologie, heirateten die beiden.

Internationale Forschung

Seit den achtziger Jahren forschen und lehren Inas Abdelaziz und Hossam Sherif nunmehr an der Universität Kairo, lassen aber keine Gelegenheit aus, um ihr Wissen durch Forschungsaufenthalte im Ausland und auf internationalen Konferenzen stetig zu erweitern. Beiden war es durch ein Stipendium möglich, ihre Forschungen als Postdocs an der TUM fortzusetzen.

Durch die Alexander von Humboldt-Stiftung konnte Inas Abdelaziz zwei Jahre lang ihre Arbeit zur Molekularen Parasitologie am Institut für medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der TUM vorantreiben. Hossam Sherif ermöglichte es ein Research & Clinical Fellowship für Nuklearkardiologie, am Department für Nuklearmedizin der TUM zu forschen und damit sein Spezialgebiet weiter zu vertiefen.

Wir wollen unser Wissen erweitern, um unseren Patienten effizienter helfen zu können.

Während ihrer Forschungsaufenthalte an der TUM haben Inas Abdelaziz und Hossam Sherif viele Kollegen kennengelernt, mit denen sie bis heute befreundet sind. Inas Abdelaziz erinnert sich vor allem an das übergeordnete Ziel, das sie und ihren Mann mit den deutschen Kollegen verband: „Ob aus Ägypten oder aus Deutschland stammend, uns allen war gemeinsam, dass wir unsere Forschung vorantreiben und unser Wissen erweitern wollten, um unseren Patienten effizienter helfen zu können“. Hossam Sherif schätzte an der TUM zudem die motivierende Arbeitsatmosphäre, die Kultur der Teamarbeit und den hohen technologischen Ausstattungsstandard.

Rückzug im Privaten

So sehr die beiden in ihren Forschungsfeldern ambitioniert sind – Inas Abdelaziz als Professorin für Molekulare Parasitologie, Hossam Sherif als Professor für Intensivmedizin mit Schwerpunkt Kardiologie und Nuklearkardiologie – so wenig findet ihre wertvolle Arbeit an der Universität Kairo in ihr Privatleben Eingang. „Sicherlich teilen wir unsere Erfolgsmomente und ermutigen uns gegenseitig“, sagt Inas Abdelaziz. „Aber Zuhause diskutieren wir nicht über unsere Forschung.“ „Wir wollen unser persönliches Leben aus dem professionellen Wettbewerb heraushalten“, betont Hossam Sherif. Viel wichtiger ist es den Eltern, Zeit mit ihrer Tochter zu verbringen, wenn sie in den Semesterferien von ihrem Architekturstudium in Aachen zu ihnen nach Hause kommt.