Universitätsstifter Roland Lacher

„Es gibt nichts Schöneres, als in die Jugend zu investieren“

Roland Lacher hat mit 53 Jahren zusammen mit einem Kollegen und Finanzinvestoren sein eigenes Unternehmen gegründet und war damit einer der ersten Stars am Neuen Markt. Mit Leidenschaft hat er sein Unternehmen geführt und mit Leidenschaft fördert er heute junge Talente der TUM.

Nach vielen Erfahrungen als Führungskraft in namhaften Unternehmen hat Roland Lacher sein eigenes Unternehmen gegründet. Damals, 1995, sollte er aufgrund kartellrechtlicher Auflagen einen Teilbereich der Hanauer Leybold AG verkaufen, denjenigen, den er zuvor geleitet und dem er zu erheblichem Wachstum verholfen hatte. Der diplomierte Ingenieur kaufte den Bereich mit Unterstützung von Finanzinvestoren selbst auf und gründete das Unternehmen Singulus Technologies GmbH, aus dem zwei Jahre später die Singulus Technologies AG hervorging. Schnell wird das Unternehmen zum Weltmarktführer von Produktionsanlagen für optische Speichermedien, also Maschinen zur CD- und DVD-Produktion, und setzt mittlerweile über 90 Millionen Euro um.

Integrität und Führungsstärke

Singulus Technologies AG war das zwölfte Unternehmen, das an den Neuen Markt der Deutschen Börse in Frankfurt ging. Und während viele Unternehmen den Börsencrash von 2001 nicht überlebt haben, hat Roland Lacher das Unternehmen als Vorstandsvorsitzender zielsicher durch die Krise gesteuert. Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren zählen für Roland Lacher Kreativität, Expertise, persönliche Integrität und Führungsstärke. Er selbst mag die Verantwortung und den Entscheidungsdruck; und er schätzt es, im eigenen Unternehmen die konzeptionelle Richtung vorgeben zu können.

Mein Studium an der TUM war die wesentliche Grundlage für den Erfolg meiner beruflichen Tätigkeit.

Diese Leidenschaft für die Führung von Unternehmen, aber auch für die Sache selbst gibt Roland Lacher mit Freude an den Nachwuchs weiter. Auch deshalb war es ihm so wichtig, die TUM Universitätsstiftung mit zu gründen und dadurch Weichen für eine vielfältige Förderung der jüngeren Generationen zu ermöglichen. Zusammen mit seiner Frau, Uta Lacher, hat er unter dem Dach der TUM Universitätsstiftung als Zustiftung einen eigenen Fonds eingerichtet, der herausragend qualifizierte Studierende und junge Wissenschaftler fördern soll.

TUM Alumnus Roland Lacher und Ehefrau Uta Lacher.

Das Ehepaar Roland und Uta Lacher, beide Ehrensenatoren der TUM (Foto: Eckert/TUM).

Zustiftung als Investition für die Zukunft

„Unser Land benötigt die besten Köpfe in Naturwissenschaft und Technik, um international auch in Zukunft erfolgreich bestehen zu können. Wie will die Industrie zum Beispiel die digitale Herausforderung im Rahmen von Industrie 4.0 bewältigen, wenn nicht mit jungen Absolventen von exzellenten Universitäten wie der TUM?“ fragt der Unternehmer.

TUM Alumnus Roland Lacher mit Deutschlandstipendiaten 2014 im Oskar von Miller Forum.

TUM Alumnus Roland Lacher mit seinen Deutschlandstipendiaten im Oskar von Miller Forum (Foto: Eckert/TUM).

„Mit unserer Zustiftung wollen wir die TUM sowohl in ihrem Auftrag zur akademischen Ausbildung junger Studierender und Wissenschaftler als auch in ihrem Streben zur Exzellenz fördern. Denn mein Studium an der TUM hat die wesentliche Grundlage für den Erfolg meiner beruflichen Tätigkeit gelegt.“ So werden aus dem Roland-und-Uta-Lacher-Fonds z.B. die TUM:Junge Akademie und das internationale Postdoktoranden-Programm der TUM gefördert. Zudem wurden bislang zahlreiche Deutschlandstipendien finanziert und damit begabte Studierende aus aller Welt unterstützt, die in Deutschland studieren. „Es gibt nichts Schöneres, als in die Jugend zu investieren“, sagt Roland Lacher. „Es gibt kein besseres Ziel, als das geistige Potenzial für die Zukunft unseres Landes zu entwickeln.“