Universitätsstifter Rainer Stellwag

„Es ist schön, so mit der TUM Familie verwachsen zu sein“

Rainer Stellwag studiert in den sechziger Jahren Physik an der TUM. Die Erfolge seiner Alma Mater imponieren ihm auch 50 Jahre später so sehr, dass er beschließt, einen Teil seines Vermögens in die TUM Universitätsstiftung fließen zu lassen.

Rainer Stellwag wird in Schwabing geboren, geht hier zur Schule und studiert schließlich Physik an der damals noch Technischen Hochschule. „Entweder Chemie oder Physik – das war mir schon immer klar“, sagt er heute. „Allerdings habe ich ein viel zu schwaches Gedächtnis für alle Einzelheiten, die man als Chemiker wissen muss. Dagegen haben mich die physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die logischen Zusammenhänge, wahnsinnig interessiert.“

Tolle Professoren

Noch heute erinnert er sich gerne an die schöne Studienzeit und die tollen Professoren zurück: „Ich hatte das Glück, gleich von Anfang an mit Professor Josef Lense einen phantastischen Mathematiker als Lehrer zu haben. Das war ein genialer Typ, fast ein Einstein. Und dann natürlich die Stars der TUM: Professor Heinz Maier-Leibnitz und sein Doktorand, der spätere Nobelpreisträger Rudolf Mößbauer.“ Doch nicht nur die Professoren der TUM hatten es Rainer Stellwag angetan, auch der Kontakt mit seinen Kommilitonen machte für ihn die Studienzeit unvergesslich: „Meine wirklich guten Freunde, eine Handvoll ist das, habe ich fast alle als Mitstudenten an der TH kennengelernt. Viele von ihnen waren mit mir auch im Akademischen Gesangsverein München.“

Für mich war es eine begeisternde Zeit.

Nach dem Studium arbeitet Stellwag zunächst einige Jahre bei IBM, dann führt ihn sein Job bei der Münchener Rückversicherung als IT-Vertriebsprofi in viele Länder – nach Südafrika und China, England und Frankreich, Australien und Amerika. Doch seine Heimat ist und bleibt München. Heute im Ruhestand macht er weiterhin, was ihm am meisten Spaß macht: „Um ehrlich zu sein: Ich bin ein großer Faulenzer, Träumer und Zeitungsleser. Wenig Fernsehen und Sport, viel mit Menschen zusammenkommen und Freundschaften pflegen.“ Immer wieder kehrt er gerne zu verschiedenen Anlässen zurück an die TUM.

Jugend fördern

Die Erfolge seiner Alma Mater imponieren ihm bis heute so sehr, dass er beschließt, einen Teil seines Vermögens als Zustiftung in die TUM Universitätsstiftung fließen zu lassen: „Meine Frau und ich haben leider keine eigenen Kinder, und ich fand immer, dass es besser wäre, das Geld nicht nur für Vergnügungen auszugeben, sondern damit jungen Leuten eine ähnliche Ausbildungschance zu ermöglichen, wie ich sie selbst genossen habe.“ In Amerika habe er oft gesehen, wie private Leute und Firmen ihre Hochschulen finanzieren und unterstützen. „Die TUM hat in den eigenen Reihen beachtliche Leute ausgebildet und sich zudem die besten internationalen Köpfe geholt. Sie hat aus sich selbst heraus Neues und Erfolgreiches geschaffen“, lobt Rainer Stellwag. „Das imponiert mir mächtig und macht mich stolz.“