Hidden Champion Markus Hartinger

„Unser Professor sagte: Ihr werdet die Zukunft gestalten“

Die wilde Dotcom-Zeit mit ihren noch wilderen Start-ups am Ende der 90er Jahre: Markus Hartinger fasst sich ein Herz und gründet direkt nach Studienabschluss ein eigenes Unternehmen. Heute ist seine Firma jambit Marktführer für maßgeschneiderte Softwarelösungen.

Lesen Sie die SZ digital? Dann hatten Sie bereits mit Markus Hartinger und seinem Team zu tun. Denn im Hintergrund haben jambitees dafür gesorgt, dass die Artikel der Tageszeitung auf allen Geräten lesbar sind. Der TUM Alumnus ist mit seinem Unternehmen führend im Bereich der Individualsoftware – und damit ein Hidden Champion. Direkt nach dem Studienanschluss gründete er zusammen mit seinem Studienfreund Peter F. Fellinger (TUM Informatik 1999) den Softwaredienstleister. Die Hochphase der Dotcom-Ära – genau der richtige Zeitpunkt.

Die Krise dank starkem Gemeinschaftsgefühl und Begeisterung gemeistert, wächst das Unternehmen seither stetig. In nunmehr drei Büros in München, Stuttgart und Leipzig entwickeln inzwischen über 240 Mitarbeiter anspruchsvolle Softwarelösungen. Vorausgesagt hat diesen Erfolg – wenn man so will – schon Hartingers Informatik-Professor in der Einführungsvorlesung an der TUM. „Professor Manfred Broy war für mich prägend und eine seiner Aussagen die wichtigste im ganzen Studium“, erinnert sich Hartinger. „Er sagte: Sie werden mal die Elite sein. An Ihnen wird es liegen, wie unsere Zukunft gestaltet wird.“

Der Universität etwas zurückgeben

Spezialisiert auf anspruchsvolle, individuelle Softwarelösungen, zählt jambit zu den Hidden Champions im Bereich der Softwareentwicklung. Die digitale Transformation verläuft in jeder Industrie, in jedem Unternehmen höchst individuell. Die Anforderungen an Software werden immer komplexer. jambit bringt die Erwartungen der Kunden mit den technischen Herausforderungen in Einklang und entwickelt maßgeschneiderte Software. jambit begleitet den kompletten Prozess – von der Idee über die Entwicklung bis hin zum Betrieb.

Seine fundierte fachliche Ausbildung hat Markus Hartinger aus seinem Studium mitgenommen: „Ich hatte an der TUM eine gute Zeit. Ich habe extrem viel gelernt und kann heute noch davon profitieren.“ Gerade die persönliche Weiterentwicklung und Reife sowie das Selbstbewusstsein seien von der TUM sehr gefördert worden: „Eine solide Basis für die Firmengründung direkt nach dem Studium“, resümiert Hartinger heute.

Seiner Alma Mater ist der Unternehmensgründer nach wie vor eng verbunden – er engagierte sich bereits mehrfach als Mentor und gibt seine Erfahrungen als Referent weiter. „Ich finde es wichtig, meiner ehemaligen Universität etwas zurückzugeben“, erzählt er. Auch durch seine Arbeit kommt er in Kontakt mit anderen TUM Alumni. „Es ist immer wieder spannend, zu sehen, was aus meinen Kommilitonen geworden ist. Die Branche ist doch recht übersichtlich und man läuft sich öfter über den Weg. Vor allem, weil viele aus unserem Jahrgang in die Selbständigkeit gegangen sind.“