Data Scientist Laura-Luisa Velikonja

„Als Data Scientist kann ich mich selbst verwirklichen“

Data Science ist mehr als nur Programmieren – es ist ein Traumjob für TUM Alumna Laura-Luisa Velikonja. Mit Know-how und einer enormen Vielseitigkeit erobert die Mathematikerin die Big Data Welt und ist ein begeisterndes Rolemodel für ihr Metier.

Lange hatte Laura-Luisa Velikonja während ihres Mathestudiums an der TUM keine Idee, welchen Beruf sie nach ihrem Abschluss spannend finden könnte. Sie sammelte Erfahrung im Marketing, Event-Management und probierte sich in der Finanzindustrie und Logistik aus. Aber erst als ihr Studium zum Ende hin weniger analytisch wurde und mehr Praxisbezug bekam, machte es bei ihr Klick. Gemeinsam mit ihrer Projektgruppe programmierte sie ein Tool, das Stundenpläne optimieren sollte. Die Aufgaben machten ihr direkt so viel Spaß, dass sie wusste: „Ich möchte angewandte Mathematik machen.“ Kaum hielt sie ihre Masterurkunde in Händen nahm eine ehemalige Kollegin Kontakt mit ihr auf, die bereits etablierte Data Science Expertin war. Sie machte sie neugierig auf den Bereich und ermutigte die Absolventin, sich dafür zu bewerben. Laura-Luisa Velikonja folgte dem Tipp und merkte sofort: Data Science war genau ihrs.

Resilienz und Wille

Schnell erkannte sie den Wert ihrer umfangreichen analytische Ausbildung, denn das Jonglieren mit den großen Datenmengen ist eine hoch komplexe und sehr anspruchsvolle Aufgabe. Das ist aber nicht das einzige, das ihr die TUM für den Karriereweg mitgegeben hat. „Die Notenvergabe im Bachelorstudium war oft deprimierend“, erinnert sie sich, „Sehr gute Noten wurden selten vergeben und viele Studierende konnten damit nicht umgehen. Sie brachen ihr Studium ab. Bei mir hingegen stärkte es meine Resilienz, mein Durchhaltevermögen und meine Willenskraft.“

Know-how und Vielseitigkeit

Mittlerweile leitet Laura-Luisa Velikonja Projekte und delegiert viel an ihr Entwicklerteam. Die Marketing-Erfahrung, ihre sprachliche Begabung und ihre große soziale Kompetenz bilden dafür eine weitere Basis. Denn ihr Bereich ist sehr vielfältig. „Data Science besteht nicht nur aus programmieren. Man hat viel mit anderen Menschen zu tun, kommuniziert, ist kreativ und treibt Projekte voran. Und genau das macht so viel Spaß“, erklärt sie.

Vorbild und Mentorin

Ihr Können und der Glaube an sich und ihre Fähigkeiten haben Laura-Luisa Velikonja schon jetzt weit gebracht. Sie ist ein Rolemodel geworden. Sie spricht auf Veranstaltungen und in Interviews über ihren Job, ihre Aufgaben und darüber, wie viel Spaß Daten machen. Und sie unterstützt junge TUM-Studierende als Mentorin bei Karrierefragen. Vor allem möchte sie anderen Frauen ein Vorbild sein und diese ermutigen, Karrierewege in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Machine Learning einzuschlagen.

„ICH WÜNSCHE MIR, DASS NOCH VIEL MEHR FRAUEN DEN EINSTIEG IN DEN BEREICH DATA SCIENCE WÄHLEN.“

Denn ihr Berufsfeld ist nach wie vor männerdominiert. „Ich glaube, dass sich viele Frauen nicht trauen und denken, sie müssten alle Anforderungen im Data Science perfekt erfüllen. Gerade die hohen Erwartungen an Programmierfertigkeiten schrecken oft ab“, überlegt sie. Ihre Beobachtungen seien, dass es vor allem Männer sind, die als Kinder oder Jugendliche bereits durch ihre Freude am Gaming das Programmieren gelernt hätten. Frauen starten damit oft erst während des Studiums. „Dabei ist mit Begeisterung und Mut alles – auch noch später – erlernbar. Ich bin das beste Beispiel dafür.“