Managerin Karin Thelen

„Naturwissenschaft und Management sind eine exzellente Kombination“

TUM Alumna Karin Thelen treibt als promovierte Mikrobiologin mit ihrer wissenschaftlichen Expertise Entwicklungen und Innovationen voran. Als Managerin trägt sie zudem maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg ihres Arbeitgebers bei.  

„Meine Passion für unternehmerisches Handeln, mein Gestaltungsinteresse und die Lust, mich kontinuierlich weiter zu entwickeln waren immer mein persönlicher Antrieb“, sagt Dr. Karin Thelen. Dass sie in die Naturwissenschaften möchte, war für sie schon als Schülerin klar. Karin Thelen suchte eine Universität, an der sie durch Experten eine erstklassige Ausbildung erhalten und in ihrer Entwicklung nachhaltig gefördert würde. „Genau das habe ich an der TUM gefunden. In ihr hatte ich einen exzellenten Partner für meine berufliche und persönliche Entwicklung“, sagt sie und betont: „Das ist keine Floskel. Ich habe das genauso erlebt.“

2002 legte sie ihr Diplom in Biologie ab. 2009 folgte die Promotion in Mikrobiologie. Betreut wurde sie von Professor und TUM Emeritus of Excellence Karl-Heinz Schleifer. „Er ist ein herausragender Wissenschaftler und eine sehr inspirierende Persönlichkeit“, erinnert sich Karin Thelen. „Er sorgte durch seine Forschung dafür, dass die TUM eine Spitzenstellung im Bereich Mikrobiologie und Molekularbiologie einnimmt.“

Unbändiger Gestaltungswille

Um praktische Erfahrung in der Industrie zu sammeln, arbeitete Karin Thelen bereits während des Studiums in einem Start-up. Angefangen hatte sie als Praktikantin und war nach der Promotion bis zur Leiterin der Forschung und Entwicklung aufgestiegen. Rasch stellte sie fest, wie gerne sie kreativ ist und Dinge zum Besseren verändert, und wie essentiell dafür auch ihre Managementkompetenzen sind. Ein Perspektivwechsel und eine neue Herausforderung mussten also her. Sie wechselte deshalb in einen großen Konzern und folgte einem Angebot der Stadtwerke München.

Die TUM war ein exzellenter Partner für meine wissenschaftliche und unternehmerische Entwicklung.

Für ihren neuen Job in einem großen Konzern wollte Karin Thelen ihre Expertise in Unternehmensführung und Betriebswirtschaft fachlich fundieren. Sie entschied sich, einen Master of  Business Administration (MBA) anzuschließen. „Ich wollte für die Komplexität und Volatilität der heutigen Zeit und deren Fragestellung gewappnet sein“, sagt sie. Eine andere Uni als die TUM kam für ihren MBA nicht in Frage. Für die Betreuung ihrer Masterarbeit konnte sie Professor Isabell M. Welpe gewinnen. „Sie ist eine anerkannte Größe in Forschung und Wirtschaft und einer Impulsgeberin der digitalen Transformation mit einer herausragenden Kompetenz in Strategie und Organisation“, sagt Karin Thelen. Die Zusammenarbeit mit dieser exzellenten Expertin und Koryphäe habe sie sehr inspiriert und motiviert.

Streben nach kontinuierlicher Verbesserung

Heute leitet Karin Thelen bei den Münchner Stadtwerken den Bereich Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung und kann ihre unterschiedlichen Fähigkeiten einbringen. Sie ist für mehr als 50 Mitarbeiter zuständig und transformiert mit unermüdlichem Elan ihre Wirkungsbereiche, steigert die betriebliche Effizienz und schafft neue Geschäftsmöglichkeiten jenseits etablierter Strukturen. Damit macht sie genau das, worin ihre Passion liegt: Gestalten, Entwickeln, Optimieren, Verändern. Karin Thelen entwickelt dabei nicht nur das Unternehmen, sondern die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleich mit. Im Vorstand des internen Frauennetzwerkes ist es ihr ein besonderes Anliegen, die Frauen im Unternehmen zu vernetzen, sie zu fördern, sie sichtbar zu machen und zu bestärken.

Vernetzung und Eigeninitiative

Vernetzung und der Austausch mit Erfahrungsträgerinnen und Mentorinnen seien für Frauen nicht nur im MINT-Bereich grundlegend wichtig, so Karin Thelen. „Man sollte durch Vorbilder Wege aufzeigen, die bereits erfolgreich gegangen wurden“, sagt sie. Sie kann sich sehr gut vorstellen, ihrer Uni etwas zurückzugeben und als Mentorin tätig zu sein. Noch lieber wäre es ihr allerdings mitzuhelfen, das bestehende TUM Netzwerk noch sichtbarer und schlagkräftiger zu machen und dabei alle Studierenden, die Alumni sowie die TUM strategisch zu vernetzen. „So oder so werde ich der TUM weiter treu bleiben“, sagt sie schmunzelnd hinsichtlich ihres Gestaltungsinteresses, das selbst vor ihrer Alma Mater keinen Halt macht.

Der Wunsch zu gestalten und die Lust sich kontinuierlich weiter zu entwickeln, sind Karin Thelen unerschöpfliche Motivationsquellen. Ihren Werdegang hat sie genau so ausgerichtet, dass er ihren Leidenschaften und Kompetenzen gerecht wird. Genau das rät sie auch jungen Frauen: „Vernetzen Sie sich, seien Sie offen, ergreifen Sie die Initiative und gestalten Sie aktiv Ihren Weg.“