Unternehmensberaterin Jana Knode

„Hört auf euer Herz“

Seit der Schulzeit folgte TUM Alumna Jana Knode unbeirrt ihren vielfältigen Interessen. Geradlinig wurde ihr Lebenslauf dadurch nicht. Dass ihre breitgefächerte Expertise kein Manko, sondern ein entscheidender Vorteil ist, hat sie an der TUM gelernt.

In ihrer Facharbeit am Gymnasium erstellte Jana Knode mathematische Modelle der Körperbewegung beim Joggen. Noch bevor sie überhaupt wusste, dass es diese Fachrichtung gab, lieferte sie damit ihre erste empirische Studie im Bereich der Biomechanik. „Mich faszinierte es einfach, alltägliche Dinge mit Physik erklären zu können“, erinnert sie sich.

Nach dem Bachelorstudium an der Technischen Universität in Berlin wollte Jana Knode ihr Wissen in Wirtschaft und Maschinenbau vertiefen und sich gleichzeitig spezialisieren. Da sie Technik faszinierte, aber auch die menschliche Physiologie und Psychologie spannend fand, bot sich ein Studium der Ergonomie an. Jana Knode entschied sich für den Masterstudiengang Ergonomie – Human Factors Engineering an der TUM. „Der interdisziplinäre Modulkatalog der TUM entsprach genau meinen Interessen“, sagt sie zu ihrer Entscheidung.

Vielfältige Forschungsmöglichkeiten

Jana Knode war begeistert von den vielfältigen Lehrangeboten und Forschungsmöglichkeiten für Studierende an der TUM – die ihren ebenso breitgefächerten Interessen nur gelegen kamen. „Ich erlangte umfassendes Wissen zur Ergonomie im Fahrzeugbau und im Sportingenieurwesen sowie in Biomechanik“, sagt sie. Dankbar war sie auch für das breite Angebot an Tutorien. Viele davon besuchte sie und war selbst als Tutorin für Höhere Biomechanik tätig. „Ich wollte der Uni-Gemeinschaft etwas zurückgeben“, erklärt Jana Knode. Sie liebte es, ihre Studierenden zu coachen und zu beraten und sich durch ihre Tätigkeit gleichzeitig profundes Fachwissen in Biomechanik aneignen zu können.

An der TUM kann man das theoretisch Erlernte zum Lösen echter praktischer Herausforderungen anwenden.

Starker Praxisbezug

Neben den Lehr- und Forschungsangeboten gefiel Jana Knode auch der starke Praxisbezug der TUM. „Die engen Kooperationen mit der Wirtschaft an der TUM machen es möglich, das theoretisch Erlernte auch immer zum Lösen echter praktischer Herausforderungen anwenden zu können“, sagt sie. 2016 entwickelte Jana Knode eine sprachgesteuerte Skibindung, 2017 in der Masterarbeit eine Computersimulation, mit der komplizierte Strukturen wie Muskeln und deren Kontraktionen abgebildet werden können. Noch im selben Jahr entwickelt sie in einem interdisziplinären Team der UnternehmerTUM ein Programm, das von einer Drohne gesammelte Informationen mithilfe von Künstlicher Intelligenz analysiert, um Rettungskräften in Echtzeit einen Überblick über Einsätze zu verschaffen.

Als Produktmanagerin des ambitionierten Projekts lag es in Jana Knodes Verantwortung, stets den Gesamtüberblick zu behalten. Es war letztlich diese Tätigkeit an der UnternehmerTUM, die Jana Knodes Werdegang am stärksten geprägt hat. Hier erkannte sie, dass ihre diversen Studienschwerpunkte, Forschungsprojekte und beruflichen Erfahrungen, die auf den ersten Blick nicht so recht zusammenpassen mögen, tatsächlich ein großer Gewinn sind. „Hier habe ich gelernt, meine Fähigkeiten und Fertigkeiten aus den Bereichen Technik, Wirtschaft und Mensch zu kombinieren, um kreative und innovative Lösungen für komplexe und relevante Probleme zu entwickeln“, sagt sie.

Konsequent der Leidenschaft folgen

Seit 2018 bringt Jana Knode ihre breit gefächerte Expertise als Unternehmensberaterin für eine Porsche-Tochtergesellschaft ein. Sie hat es geschafft, durch das unbeirrte Verfolgen ihrer Interessen heute beruflich genau das zu machen, was ihre Leidenschaft ist. An der TUM hat sie in dieser Konsequenz stets ihr Professor Veit Senner bestärkt. Und das ist gleichsam auch Jana Knodes Rat an alle Studierenden: „Hört auf euer Herz!“, appelliert sie an die junge Generation. „Seid mutig, experimentierfreudig und leidenschaftlich.“