Gründer Hans J. Langer

„Wer seine Ziele kennt, kann etwas bewegen“

Dr. Hans J. Langer hat zeitlebens sehr häufig intuitiv und immer mit einem Gespür für Marktanforderungen gehandelt. Das hat seinem Unternehmen die Stellung des Marktführers beschert. Wichtig war aber noch eine weitere Eigenschaft.

Dr. Hans J. Langer hatte eine Vision im Kopf: Unter Einsatz von Lasertechnologie und direkt aus CAD-Daten dreidimensionale Körper herzustellen. Zunächst ein Zukunftsbild, dann technische Wirklichkeit, die Langer heute mit der EOS GmbH umsetzt. Grundlage war auch die Gründung der Puchheimer Firma SCANLAB, die heute weltweit führend ist bei Scan-Lösungen zum Ablenken, Positionieren und Führen von Laserstrahlen in drei Dimensionen. Sein größeres Unternehmen, EOS in Krailing, setzt  die Scanlab-Lasertechnologie bei den industriellen 3D-Druckern ein, mit denen auf Basis von Kunststoff- und Metallpulvern Bauteile gefertigt werden. „Ich war fest entschlossen und überzeugt von meinem Konzept“, erzählt er im Rückblick – aufzugeben, war keine Lösung.

Die Warum-Frage

Und es war genau diese Eigenschaft, die ihn zum Erfolg führte: ein Ziel vor Augen zu haben, an diesem festhalten und nicht aufgeben. Für Langer beginnt die Unternehmensgründung mit der Sinnfrage: „Warum machen wir das eigentlich?“ Erst dann kläre er die Fragen nach Zielerreichung, technologischer Entwicklung oder Finanzierung. Die Frage nach dem Warum müsse man sich immer wieder stellen. „Nur wenn man sich selbst, seine Ziele und  und Motivationen kennt, kann man auch andere führen.“

Auch für die Mitarbeiter sei die Warum-Frage wichtig, weil sinnstiftend: Nur so könne man Mitarbeiter erfolgreich motivieren und „einen Spirit schaffen, mit dem alle über sich hinausgewachsen können“. Die Herausforderungen bei der Gründung eines Unternehmens seien groß, gerade auch dann, wenn es sich um ein kleines Start-up handelt, das weitaus weniger finanzielle Mittel zur Verfügung hat als größere Wettbewerber. „Ich musste ein Team von Leuten um mich scharen, die eine Mentalität mitbrachten, mit der sie – genauso wie ich – gewinnen wollten, auch gegen alle Widerstände.“ Und so stellte er sich und seinem Team immer wieder die Frage: „Warum arbeiten wir in diesem Unternehmen? Was wollen wir erreichen?“

Hidden Champion

Mit einem hoch-motivierten Team hat Langer es geschafft. Sein Familienunternehmen hat die Weltmarktführung im Bereich Additive Fertigung übernommen. Darauf ist er heute besonders stolz und lebt, wie er sagt, seinen Traum. Seine Studienzeit an der TUM war prägend: „An der Universität haben wir das Denken gelernt und  ein besseres Verständnis für übergreifende theoretische Zusammenhänge. Dadurch konnte ich später Visionen und Zukunftsbilder für Unternehmen entwickeln.“

Sie gehören zu den Alumni der TUM? Dann können Sie im TUM Community Blog weiterlesen und im Interview mehr über Dr. Hans J. Langer erfahren.