TUM Doktorandin Dora Dzvonyar

„Mich zu vernetzen, ist meine Leidenschaft“

Frische Ideen in die Welt bringen, sich austauschen und neue Kontakte knüpfen: TUM Doktorandin Dora Dzvonyar ist ein echtes Multitalent, wenn es darum geht, Forschung mit Wirtschaft und Kreativität mit Öffentlichkeit in Einklang zu bringen.

„Ich bin davon überzeugt, dass gute Wissenschaft nur mit guter Kommunikation funktioniert – und umgekehrt“, erklärt Dora Dzvonyar bei einem Besuch am TUM Lehrstuhl für Angewandte Softwaretechnik in Garching, wo sie derzeit promoviert. Neben ihrer Arbeit als Programm-Managerin für angewandte Projektkurse und stellvertretende Frauenbeauftragte an der TUM Fakultät für Informatik gehören für sie vor allem eine zeitgemäße Lehre sowie der direkte Umgang mit den Studierenden zu ihren liebsten Tätigkeitsfeldern.

„Ich unterrichte hier sehr gerne und finde den Austausch mit den TUM Studenten immer wieder unglaublich bereichernd“, sagt die gebürtige Ungarin, die zudem ein echtes Sprachtalent ist: Deutsch, Englisch und Französisch spricht sie neben ihrer Muttersprache Ungarisch fließend.

Mit Mehrsprachigkeit punkten

„Viele Sprachen zu lernen, sich frühzeitig zu vernetzen und fachlich immer auf dem Laufenden zu halten: Das sind meiner Meinung nach die heutigen Erfolgsschlüssel“, sagt sie: „An der TUM genauso wie für ein Auslandssemester oder als Berufsanfänger(in) in der freien Wirtschaft.“

Ich möchte andere neugierig aufeinander machen.

Dora Dzvonyar war während ihrer eigenen Studienzeit im Herbst 2012 für ein Auslandssemester nach Newcastle gegangen, woran sie heute noch gerne zurückdenkt. Kein Wunder, denn sie ist ein Naturtalent, wenn es darum geht irgendwo neu anzudocken und sich gegenseitig besser kennen und schätzen zu lernen. Das gilt für Dora Dzvonyar in der Lehre wie im Privatleben.

TEDxTUM als kreative Spielwiese

Gerade für die ebenso erfolgreichen wie bestens besuchten TEDxTUM-Events bringt Dora Dzvonyar neben ihrer  Lehrtätigkeit besonders viel Herzblut auf. „Das sind unabhängig organisierte Live-Veranstaltungen nach dem Vorbild der TED-Events aus Kalifornien, in denen eine Plattform für verschiedene Redner und ihre besten Ideen vor sowohl lokalem als auch internationalem Publikum geboten wird“, erläutert sie. Neben ihrem Einsatz als Event-Kuratorin coacht sie die Vortragenden selbst und arbeitet mit einem engagierten Team, das sich auch um die PR-Aktivitäten oder das notwendige Sponsoring kümmert.

„Wir arbeiten sehr effektiv zusammen und bündeln so unsere unterschiedlichen Qualifikationen und Herangehensweisen. Und wir suchen nach gemeinsamen Problemlösungen: Denn wir arbeiten alle ehrenamtlich und deshalb ist uns ein guter Team-Spirit extrem wichtig“, beschreibt sie ihren interdisziplinären Arbeitsstil.

TUM Alumna und TEDxTUM-Organisatorin Dora Dzvonyar.

Events organisieren, Redner schulen und somit Sorge dafür tragen, dass die besten Ideen in die Welt hinausgetragen werden: Als TEDxTUM-Organisatorin engagiert sich Dora Dzvonyar seit 2014 höchst erfolgreich an der TUM, wo sie zum Beispiel auch die diesjährigen Women of TUM Talks am 12. Oktober 2018 moderieren wird (Foto: Hunter Bliss).

Engagement für Frauen-Netzwerke

Auch als Botschafterin der „Munich Geekettes“ setzt sich Dora Dzvonyar dafür ein, dass Frauen aus dem IT-, Wissenschafts- und Wirtschaftsbereich miteinander in engen Kontakt gebracht werden. Noch eine ehrenamtliche Tätigkeit? Ja, ihr Engagement für Initiativen, in denen die Themenfelder Frauen, Technik, Innovation und Wissenschaft vielseitig miteinander verquickt sind, ist ihr sehr wichtig. Unter dem Motto „We’re women in tech!“ hat sie zusammen mit zwei anderen Botschafterinnen vergangenes Jahr die „Munich Geekettes“ reaktiviert, für die sie nun einmal im Monat lokale Events und diverse Aktivitäten mit großer Freude organisiert.

„Ich möchte andere aus ihrer Alltagsroutine herausholen und neugierig aufeinander machen! So können beide Seiten sehr inspirierend für einander sein. Das gefällt mir daran so gut“, fasst Dora Dzvonyar ihre persönliche Motivation hinter all diesen Aktivitäten zusammen. Und auch das funktioniert vor allem mit Kommunikation, ihre große Stärke.