Mentoring-Tandem Dominik von Au und Moritz Kagerer

„Wir fordern uns gegenseitig heraus“

Wären TUM Alumnus Dominik von Au und sein Mentee Moritz Kagerer Rennfahrer, wären sie sicher ganz vorne mit dabei. Beider Zielstrebigkeit in Sachen Karriere ist bemerkenswert. Als Mentoring-Tandem profitieren sie davon gegenseitig.

Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Bachelors in Maschinenbau, gefolgt von dem in TUM-BWL, befindet sich Moritz Kagerer nun kurz vor dem Abschluss seines Masters im Fach Maschinenwesen und damit auf der Zielgeraden zum Einstieg ins Berufsleben. Dem Zufall überlassen möchte er bei der Wahl des Berufsfeldes nichts. „Für diese Entscheidung wollte ich mir neben möglichst vielen Einblicken durch Praktika gerne auch den Rat eines berufserfahrenen Mentors einholen“, sagt er.

Aus einer Unternehmerfamilie stammend und selbst Mitgründer eines eigenen internationalen Start-ups, staunte Moritz Kagerer nicht schlecht, als ihm durch die TUM ein passgenauer Mentor vermittelt wurde. Es war Dr. Dominik von Au, dessen ausgewiesene Expertise in der Beratung von Unternehmerfamilien liegt. Besser hätte es, so sagt er, nicht laufen können.

Passgenaues Mentorat

Dominik von Au, seinerseits Absolvent der TUM-BWL, legte eine zielgerichtete Karriere bei der international tätigen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hin. Seit 2016 ist er Partner bei PwC und bereits seit 2013 Geschäftsführer der renommierten INTES Akademie für Familienunternehmen. Seit vielen Jahren schon liegen seine Leidenschaft und Arbeitsschwerpunkte in der Unterstützung von Unternehmerfamilien, hierbei vor allem bei der Strukturierung ihrer Nachfolgeplanungen, der Erstellung von Familienverfassungen und in der Beratung inhaberstrategischer Governance-Fragen. Dabei unterstützt er regelmäßig auch als Sparringspartner die sogenannte Next Generation und New Leaders größerer Familienunternehmen. Ein Mentee mit dem Profil von Moritz Kagerer ist mit Dominik von Au also mehr als gut beraten.

Ein offener Gedankenaustausch und gegenseitiges Vertrauen sind Grundvoraussetzungen.

Seit einem Jahr treffen sich die beiden nun regelmäßig, ob in den Räumlichkeiten der TUM oder einem Münchner Café. Wenn es kurzfristigen Redebedarf gibt, wird zwischendurch telefoniert. Mittlerweile haben sie für Moritz Kagerer einen Fünfjahresplan erstellt. Sie steckten persönliche, familiäre und beruflichen Ziele ab und berücksichtigten hierbei natürlich auch die Möglichkeit einer zukünftigen Rolle im elterlichen Unternehmen. „Moritz Kagerer ist ein außergewöhnlich engagierter junger Mann, reflektiert, ambitioniert und wissbegierig“, beschreibt Dominik von Au seinen jungen Mentee. „Ich schätze die gemeinsamen Gespräche und freue mich, dass er sehr offen ist, Rat sucht und dabei alte Erfolgsmuster in Frage stellt.“

Gegenseitiger Profit

Moritz Kagerer ist begeistert von der höchst strukturierten Herangehensweise seines Mentors, von den herausfordernden, doch gleichzeitig auch immer humorvollen Diskussionen beim gemeinsamen Entwerfen von Karriereschritten und Berufsoptionen. „Dazu sind ein offener Gedankenaustausch und gegenseitiges Vertrauen Grundvoraussetzungen“, betont Moritz Kagerer. „Beides haben wir von Beginn an direkt aufbauen können, wofür ich meinem Mentor wirklich sehr dankbar bin.“

Nicht zuletzt betont Dominik von Au, wie auch ihm als TUM Mentor die Auseinandersetzung mit jungen Studierenden in seiner persönlichen und beruflichen Entwicklung weiterbringen, hat er doch bei PwC zumeist mit Mittdreißigern als Nachfolger von Familienunternehmen zu tun. Seit 2011 gibt er seine Erfahrung nun schon im Programm TUM Mentoring von Alumni für Studierende weiter und pflegt bis heute regen Kontakt zu all seinen Mentees. „Wir fordern uns gegenseitig heraus. Dazu braucht es Selbstbewusstsein“, sagt er. „Dieses Selbstbewusstsein speist sich aus ihrer Ausbildung, die sie an der TUM gemeistert haben und aus der Geisteshaltung, die sie sich hier angeeignet haben. Davon profitiere ich natürlich auch.“