Universitätsstifter Evelyn Albrecht-Goepfert und Arnd Albrecht

„Ein jeder hält die Zukunft in den eigenen Händen“

Am Campus Garching lernten sich die heutigen Universitätsstifter Evelyn Albrecht-Goepfert und Arnd Albrecht während des Studiums kennen. An der TUM haben beide gelernt, ihre Visionen konsequent in die Tat umzusetzen.

Arnd Albrecht war gerade 20 Jahre alt und studierte Biologie an der TUM, als er die junge und ambitionierte Evelyn Goepfert kennenlernte. Sie verliebten sich, verlobten sich und heirateten als frischgebackene Doktoranden. Damit begann für die beiden ein einzigartiger gemeinsamer Lebensweg. Im Gleichschritt und mit schier unerschöpflicher Energie verfolgt das Ehepaar seither ein ambitioniertes Lebensziel nach dem anderen. „Mit Durchschnitt und Mittelmaß geben wir uns nicht zufrieden“, sagt Arnd Albrecht. „Darin folgen wir dem TUM-Spirit.“

Evelyn Albrecht-Goepfert und Arnd Albrecht legten ihr Diplom in Biologie und ihre Promotion in Biochemie gleichzeitig ab und machten in führenden Positionen in der Pharma- und Beautyindustrie Karriere. Seit über zehn Jahren leiten sie ihr eigenes Coaching- und Beratungs-Unternehmen, vor zwei Jahren gründeten sie ihr eigenes Business Coaching-Institut und halten Professuren an renommierten deutschen Hochschulen. Doch zufrieden geben wollen sich die Eheleute mit dem bereits Erreichten noch lange nicht.

Arnd Albrecht im Gespräch mit TUM-Präsident Thomas F. Hofmann.

Prof. Dr. Arnd Albrecht im Gespräch mit TUM-Präsident Thomas F. Hofmann auf der Veranstaltung zur Verleihung der silbernen und goldenen Diplomurkunden im Dezember 2019 (Foto: Photogenika/TUM).

Seines eigenen Glückes Schmied

Ob ihre Leistungen und Erfolge das Resultat eines permanenten Wettbewerbs untereinander oder vielmehr ihrer großen Liebe zueinander sind, das fragen sich die beiden selbst scherzhaft. Doch dass ihr gemeinsames Erfolgsrezept die mutige Verfolgung ihrer Visionen darstellt, darin sind sie sich einig. „Ein jeder hält seine Zukunft in den eigenen Händen“, sagt Evelyn Albrecht-Goepfert. „Schon an der TUM haben mein Mann und ich dies für uns selbst erkannt. Wer stets neue Visionen generiert und konsequent verfolgt, der bleibt glücklich.“

Mit welcher Entschlossenheit das Ehepaar dieser Devise seit ihrer Studienzeit folgt, verdeutlicht nicht nur der Sprung vom sicheren Angestelltenverhältnis in neue Tätigkeitsfelder und die Selbstständigkeit als Business-Coaches. Auch die diversen Studienfächer und Ausbildungen, die sie noch neben ihren verantwortungsvollen und zeitaufwendigen Berufen on top gesetzt haben, zeugen davon. Um konsequent den nächsten Schritt in der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung zu gehen, scheuen die Eheleute keine Anstrengung. „Zu jedem Wunschkonzert gehört auch ein Umsetzungsplan mit all seinen Anstrengungen“, sagt Evelyn Albrecht-Goepfert. „Wer die eigene Zukunft nach seinen Vorstellungen gestalten möchte, muss das in Kauf nehmen.“

Wer stets neue Visionen generiert und konsequent verfolgt, der bleibt glücklich.

Ob BWL, Japanologie, Philosophie, Psychologie, ob Business Administration, Kunstgeschichte – mit bewundernswerter Ausdauer erweiterten die Eheleute Albrecht über die Jahre hinweg ihr Wissen und werden nicht müde, diesen anspruchsvollen Weg auch in Zukunft weiterzugehen. „Wir bleiben immer neugierig, immer in Bewegung“, sagt Evelyn Albrecht-Goepfert. „Als TUM Alumni ist bei uns die Extrameile quasi schon einprogrammiert“, fügt Arnd Albrecht hinzu.

Auf zu neuen Visionen

Kein Wunder, dass auch die aktuellen beruflichen Visionen von Evelyn Albrecht-Goepfert und Arnd Albrecht gewiss nicht Mittelmaß sind. Nicht weniger als die großen Herausforderungen unserer Zeit wollen die beiden in Angriff nehmen. Arnd Albrecht hat ganz klar sein Ziel vor Augen: Er wird Geschäftsführer einer NGO sein. Er möchte die Regierung zu einem neuen Bildungssystem, einem zeitgemäßen Gesundheitssystem und einem zukunftsfähigen Rentensystem beraten. Und auch Evelyn Albrecht-Goepfert blickt mit einer „gesunden Prise Weltverbesserungsansatz“ in die Zukunft: Bei ihr steht der Umweltschutz durch wissenschaftliche und industrielle Kooperationen im Fokus.

Als „Arbeit“ im klassischen Sinne, die unter zeitlichen und ökonomischen Aspekten zu betrachten wäre, sehen die Eheleute Albrecht ihre vielseitigen Tätigkeiten nicht an. Vielmehr betrachten sie ihr Schaffen unter dem Aspekt von dessen Wirkung, als etwas, das sie der Gesellschaft zurückgeben können. „Daraus beziehen wir unsere Energie“, sagen sie. Seit 2018 geben sie als Stifter der TUM Universitätsstiftung auch ihrer Alma Mater etwas zurück. „Schließlich ist die TUM die Basis unseres Erfolgs.“